Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik können nach Aussage des Berliner Informatikers Tim Landgraf den Menschen dabei helfen, die Welt der Tiere besser zu verstehen. Die KI werde verständlicher machen, was Tiere in ihrer Welt wahrnehmen können, sagte Landgraf in einem Vortrag an der Universität Gießen. Der Professor für Kollektive und Künstliche Intelligenz am Dahlem Center für Machine Learning und Robotik der Freien Universität Berlin hat in seinem Forschungslabor einen Honigbienenroboter entwickelt.
Damit versuchen die Forscher, die Schwänzeltänze der Bienen zu entschlüsseln. Die Tänze liefern den Bienen Informationen über Nahrungsquellen. In seinem Labor hätten die Forschenden „tausende Schwänzeltänze decodiert“, sagte Landgraf. Mit dem entwickelten System - alle Bienen erhielten eine Nummer als QR-Code - könnten sie jede Biene im Stock von der Geburt bis zum Sterben verfolgen und somit individuelle Lebensläufe beschreiben.
Erforschungen des Kommunikationsverhaltens der Tiere könnten zum Beispiel auch dazu dienen, die Haltungsbedingungen der Nutztiere zu verbessern. Wenn man verstehe, wie die Tiere kommunizieren, könne man Rückschlüsse auf ihr Leid ziehen.
