Forderungen nach diplomatischen Anstrengungen in Nahost

"Wer den Krieg im Norden stoppen will, muss jetzt handeln", sagt der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angesichts der Lage in Nahost. Und blickt auch über die Region hinaus.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) fordert angesichts der neuerlichen Eskalation in Nahost zu diplomatischen Anstrengungen auf. DIG-Präsident Volker Beck erklärte am Mittwoch: "Wer den Krieg im Norden stoppen will, muss jetzt handeln und die Hisbollah dazu bringen, den Beschuss auf Israel einzustellen und sich nördlich des Litani-Flusses zurückzuziehen." Es müsse Druck auf den Iran ausgeübt werden, "Financier des Hisbollah-Terrors". Am Ende einer diplomatischen Lösung müsse die Entwaffnung der Miliz stehen.

Medienberichten zufolge hatte die Hisbollah nach eigenen Angaben am Morgen eine Rakete auf das Hauptquartier des israelischen Geheimdienstes Mossad bei Tel Aviv abgefeuert. Eine Rakete sei abgefangen worden, so die Berichte. Die proiranische Miliz im Libanon macht Israels Geheimdienst für die massenhaften Explosionen von Pagern und Walkie-Talkies vor wenigen Tagen verantwortlich. Israels Militär wiederum hatte Medienberichten zufolge in der Nacht erneut Einrichtungen der Hisbollah angegriffen.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fürchtet "viel Verständnis für die Angreifer und Verurteilung der legitimen Gegenwehr". Israel habe aber das Recht, sich und seine Bevölkerung zu verteidigen. Obwohl Israel "zielgenau" die Hisbollah angreife, gebe es wie in jedem militärischen Konflikt auch zivile Opfer. Die Verantwortung dafür trage die Hisbollah, die die eigene Zivilbevölkerung als Schutzschilde nutze.

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