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Folkwang-Museum thematisiert 2026 Verbindung von Kunst und Politik

Eine große Retrospektive zu dem französischen Maler Gustave Courbet (1819-1877) plant das Folkwang-Museum in Essen im kommenden Jahr. Unter dem Titel „Ich, Gustave Courbet, Maler und Rebell“ wird ab dem 17. Juli eine Werkschau zu einem der einflussreichsten Künstler des 19. Jahrhunderts gezeigt, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Die Ausstellung ist bis zum 8. November zu sehen.

Mit seiner kompromisslosen Haltung und innovativen Maltechnik sei Courbet „zum Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik“ geworden, hieß es. Die Schau beleuchte zentrale Werkgruppen des Künstlers zu den Themen Selbstbildnis, soziale Realität, Landschaft, Erotik und Exil. Die Ausstellung entsteht den Angaben zufolge in Kooperation mit dem Leopold Museum Wien. Die Schirmherrschaft haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron übernommen.

Ab dem 6. November rückt das Folkwang-Museum dann in der Schau „Nach Damaskus…“ erstmals seine ehemalige „Islamische Abteilung“ in den Fokus. Rund 300 Objekte von Keramiken über Textilien bis zu Metall- und Glasarbeiten veranschaulichten, wie die Begegnungen des Kunstsammlers und Mäzens Karl Ernst Osthaus (1874-1921) mit Kunst und Kulturen aus Nordafrika und Westasien einst die Entwicklung der Sammlung prägten, hieß es. Ausgewählte Werke der Klassischen Moderne, europäisches Kunsthandwerk und zeitgenössische Positionen sollen den Blick auf die Bestände erweitern. Die Ausstellung ist bis zum 21. Februar 2027 terminiert.

„Mit ‘Ich, Gustave Courbet’ und ‘Nach Damaskus…’ stellen wir zwei Ausstellungen vor, die auf unterschiedliche Weise von der Kraft künstlerischer Erneuerung erzählen“, sagte Museumsdirektor Peter Gorschlüter. Beide zeigten auf, wie eng Kunst, Politik und kulturelle Identität miteinander verwoben seien.