Ein Forschungsprojekt der Universität Münster zur Darstellung von kontroversen Debatten erhält eine Förderung der Volkswagen-Stiftung„ in Höhe von 840.000 Euro. Das Forschungslabor “Hot Science Communication Lab" will unter anderem der Frage nachgehen, wie kontroverse wissenschaftliche Themen online in Text, Bild und Ton dargestellt und verbreitet werden, wie die Universität am Montag mitteilte. Zudem werde untersucht, wie die Mischung unterschiedlicher Darstellungsformen die Meinungen zu wissenschaftlichen Themen beeinflusse und welche Folgen sich für die Kommunikation von Forschung daraus ergeben.
Ziel der Studie sei es, fundierte Erkenntnisse für eine zeitgemäße und wirksame Wissenschaftskommunikation zu gewinnen, hieß es. „Wir werden Analysen der Inhalte, Experimente und Umfragen zu heiß diskutierten Themen durchführen und dabei auch computergestützte und neurowissenschaftliche Methoden anwenden“, erklärte die Kommunikationswissenschaftlerin Julia Metag von der Universität Münster. Um strittige Inhalte für die Öffentlichkeit zu kommunizieren, sollen Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet werden.
Die „Volkswagen-Stiftung“ finanziert den Angaben zufolge das Projekt über vier Jahre im Rahmen der Förderinitiative „Momentum - Förderung für Erstberufene“. Mit der Förderung unterstützt die Stiftung Professorinnen und Professoren in einem frühen Karrierestadium dabei, ihre Forschung weiterzuentwickeln. Geförderrt werden elf neue Projekte mit insgesamt rund 9,7 Millionen Euro.