Festung Königstein erhält historisches Gemälde

Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz hat ein wertvolles Gemälde erhalten. Es handelt sich um das Bild „Ansicht der großen Kaserne auf der Festung Königstein“ von Ernst Ferdinand Oehme (1797-1855), wie die Festungsverwaltung am Dienstag in Königstein mitteilte. Zu sehen ist das um 1830 geschaffene Bild vom 15. Juni an auf der Festung in der neuen Ausstellung „Entlang der Elbe“. Bisher war das 22,5 mal 35 Zentimeter große Werk in Privatbesitz.

Oehme war Schüler Johan Christian Clausen Dahls (1788-1857) und Zeitgenosse Caspar David Friedrichs (1774-1840). Er gilt als bedeutender Dresdner Maler der Romantik. Auf der Festung Königstein sei ihm etwas Außergewöhnliches gelungen: Er malte innenliegende Gebäude, die seinerzeit wegen der militärischen Geheimhaltung nicht öffentlich zugänglich waren. Bis heute sei nicht geklärt, wie er sich Zugang verschafft habe, um auf dem Festungsgelände künstlerisch tätig zu werden.

Das Bild mit der Kasernenansicht wurde der sächsischen Festung geschenkt. Es stammt aus der Privatsammlung Fritz Busche (1890-1964) in Nordrhein-Westfalen. Die Familie des Sammlers überließ das Gemälde anlässlich des 60. Todestages von Busche dem heutigen Museum in Königstein.

Die mehr als 800 Jahre alte Festung Königstein ist eine der bekanntesten Bergfestungen in Europa. Eingebettet in die bizarre Felslandschaft des sächsischen Elbsandsteingebirges thront die frühere Wehranlage weithin sichtbar 247 Meter über dem Elbtal. Auf dem 9,5 Hektar großen Felsplateau befinden sich mehr als 50 Bauwerke verschiedener Epochen.

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