Die soziale Schuldnerberatung gerät nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB) finanziell immer mehr unter Druck. Ein weiterer Stellenabbau in den Beratungsstellen erhöhe das Risiko, dass finanziell klamme Bürgerinnen und Bürger keine kompetente Hilfe erhielten, sagte Geschäftsführerin Ines Moers dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das bedeutet ein erhöhtes Risiko für Mahnungen, Stromsperren oder Mietrückstände, die durch rechtzeitige Beratung vermeidbar wären.“
Moers rief die künftige Bundesregierung auf, für eine verlässliche Finanzierung des bestehenden Beratungsangebots zu sorgen. Und sie nahm auch die Bundesländer in die Pflicht: „Aus unserer Mitgliedschaft erhalten wir vermehrt Hinweise, dass einzelne Stellen abgebaut oder nicht nachbesetzt werden.“ In Mecklenburg-Vorpommern seien im vergangenen Jahr sogar Beratungsstellen geschlossen worden.
