Vor allem junge Menschen schätzen das Abhängigkeitsrisiko beim Rauchen falsch ein: Das beobachtet Expertin Katrin Schaller. "Jugendliche empfinden sich als unverwundbar", sagte die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Aus der Sicht junger Menschen sei ein 50-Jähriger, der an Krebs erkranke, ein alter Mensch: "Das ist wahnsinnig weit weg." Zu glauben, man könne mit dem Rauchen einfach aufhören, sei jedoch eine Fehleinschätzung.
Die meisten Menschen fingen in jungem Alter mit dem Rauchen an. Wenn Freundinnen und Freunde oder die eigenen Eltern rauchten, erhöhe dies die Wahrscheinlichkeit dafür, erklärte Schaller, die auch das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle leitet. "Je stärker präsent das Rauchen in der Umwelt ist, desto höher ist das Risiko, dass ein junger Mensch selbst zur Zigarette greift." Auch über die Sozialen Medien ließen junge Menschen sich dahingehend beeinflussen.
