Die Sozialpädagogin und Traumatherapeutin Claudia Chodzinski sieht in der evangelischen Kirche noch immer große Defizite bei der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt. Vor allem die individuelle Aufarbeitung der Fälle vor Ort und die Kommunikation mit den Betroffenen ließen zu wünschen übrig, sagte die Beraterin für Betroffene von sexualisierter Gewalt im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Es reicht nicht, wissenschaftliche Studien in Auftrag zu geben und Leistungen in Anerkennung erlittenen Leids zu zahlen.“ Für den 25. Januar werden Ergebnisse der ersten übergreifenden Missbrauchsstudie im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Fällen in Kirche und Diakonie erwartet.
