Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an die unzähligen Kriegsopfer erinnert. Der Krieg habe unendlich viel Leid und hunderttausendfachen Tod über das Land gebracht, sagte die amtierende EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs. Der EKD-Friedensbeauftragte Friedrich Kramer rief erneut dazu auf, alles dafür zu tun, dass es zu Verhandlungen komme, um den Krieg zu beenden.
Fehrs kritisierte die Brutalität des russischen Regimes. Ihr Mitgefühl umfasse auch die Frauen, die mit ihren Kindern fliehen mussten und schon monatelang in einem fremden Land lebten, sagte die Hamburger Bischöfin. Die amtierende EKD-Ratsvorsitzende bekräftigte, dass sie die Verteidigung der Ukraine gegen den völkerrechtswidrigen Angriff für legitim hält.
EKD-Friedensbeauftragte Kramer: Töten beenden
Vor zwei Jahren, am 24. Februar 2022, hatten russische Truppen das Nachbarland in einer großangelegten Operation überfallen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden seit Beginn der Invasion bis zum 7. Februar 2024 mehr als 10.000 Zivilisten getötet und knapp 20.000 verletzt.Der EKD-Friedensbeauftragte Kramer erklärte: „Auch wenn derzeit vielen Verhandlungen kaum möglich erscheinen, so sind sie doch der einzige Weg, das Töten zu beenden.“ Mit Waffen sei keine schnelle Lösung zu erreichen. Er setze dabei auch auf die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die eine Vermittlerposition wahrnehmen und zum Frieden beitragen könnten, sagte der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an