Evangelische Akademie diskutiert Lokaljournalismus

Die Zukunft des Lokaljournalismus steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie Sachsen am 4. März in Dresden. Überschrieben ist sie „Ohne Lokaljournalismus leidet die Demokratie vor Ort“, wie die Akademie am Donnerstag in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte.

Mit dabei sind unter anderem die Chefredakteurin der „Sächsischen Zeitung“, Annette Binninger, der Kommunikationsprofessor an der TU Dresden, Lutz Hagen, sowie der Geschäftsführer von „Glück auf! TV Marienberg“ und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Regionalfernsehveranstalter in Sachsen, Frank Langer. Außerdem wird die Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde, Kerstin Körner (parteilos), erwartet.

In der Einladung zu der Veranstaltung heißt es, Lokalzeitungen und regionale Sender seien lange Zeit die Plattformen für den Diskurs über regionale Themen und Politik gewesen. Allerdings hätten deren Reichweiten und Einnahmen seit Jahren dramatisch abgenommen. Immer mehr Menschen informierten sich stattdessen in den sogenannten Sozialen Netzwerken und anhand von Quellen, die nicht nach journalistischen Standards arbeiten.

Für die Demokratie vor Ort habe es Folgen, wenn es kaum noch neutrale Berichterstattung und kritische Kontrolle von Macht gibt, zeigten Studien. So sinke die Wahlbeteiligung, Korruption und Machtmissbrauch steigen. Auf der Veranstaltung soll demnach der Frage nachgegangen werden, wie lokaler und unabhängiger Journalismus auch in einer digitalen Zukunft Menschen erreichen und finanziert werden kann

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