Welches Bild stammt von der KI? Und welcher Text? Medial gesehen gehören diese Fragen zu den entscheidenden im Umgang mit der Technologie, sagt Ethikerin Buyx.
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält Transparenz bei der Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Medien für extrem wichtig. "Auch wenn sie ein imperfektes Instrument ist, bin ich ein großer Fan einer Kennzeichnungspflicht", sagte Buyx am Dienstag dem Internetportal "turi2". Eine Pflicht müsse für Texte wie Bilder gelten.
Qualitätsjournalismus sollte am Auszeichnen von KI-Inhalten ein eigenes Interesse haben, sagte die Ethikerin. Sie selbst wolle journalistische Inhalte lesen, "von denen ich weiß, dass sie aus einer Quelle stammen, der ich vertraue und zu der ich eine Beziehung habe". Es sei noch nie so wichtig gewesen, "klar zu unterscheiden zwischen wahr und falsch. Und klarzumachen, aus welchen Quellen etwas stammt". Dazu gehöre auch, anzugeben, wenn etwas mit Hilfe von KI generiert sei.
Medien haben nach Ansicht von Buyx die Verantwortung, möglichst ausgewogen und informiert über Künstliche Intelligenz zu berichten: "Es ist ihre klassische journalistische Verantwortung: Das sagen, was ist. Und sich eben nicht einspannen oder treiben zu lassen." Dies sei im aktuellen Ringen um Aufmerksamkeit gar nicht so einfach. Am Ende müssten immer Menschen die Verantwortung tragen, betonte sie.