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Eisi Gulp macht Bühnennummer aus seiner ersten Religionsstunde

Der Schauspieler Eisi Gulp hat sein Leben in ein Bühnenprogramm mit dem Titel “Tagebuch eines Komikers” gepackt. Auch seine Erfahrungen mit dem bayerischen Katholizismus verarbeitet er darin.

Eisi Gulp (68), als “Papa Eberhofer” bekannter Schauspieler, verarbeitet in seinem neuen Bühnenprogramm “Tagebuch eine Komikers” seine katholische Kindheit. “Eine ganz extreme Begegnung war meine erste Religionslehrerin”, sagte der Künstler der Münchner “Abendzeitung” (Montag). In der ganzen Zeit habe er in ihrem zerfurchten Gesicht kein einziges Lächeln gesehen. Die habe den Katholizismus in einer Münchner Volksschule auf eine Art und Weise vermittelt, dass den Kindern sehr unwohl geworden sei. “In der ersten Stunde kam sie schnurstracks auf mich zu und hat mich kleinen Bub über Gott ausgefragt. Daraus habe ich jetzt eine Nummer gemacht.”

Seine Eltern seien katholisch gewesen, aber sehr pragmatisch, erzählte der gebürtige Münchner. Als seine Mutter einmal im Krankenhaus nach ihrer Konfession gefragt worden sei, habe sie geantwortet: “Katholisch. Aber nur, wenn i mog. Und moastens mog i ned.” (“Katholisch. Aber nur, wenn ich mag. Und meistens mag ich nicht.”) – Gulp wurde 1955 als Werner Eisenrieder in München geboren. Eine Paraderolle hat er in den erfolgreichen Verfilmungen der Eberhofer-Krimis, in denen er den dauerbekifften Vater des Polizisten Franz Eberhofer darstellt.