Wie bist du dazu gekommen?
Noreen Leipold: Ich habe viel von den Nachbarschaftshilfen hier in Hamburg gehört und wollte auch helfen. Dann habe ich den Aufruf der Tafel gelesen, dass sie jüngere Freiwillige suchen, da etliche Ehrenamtliche durch ihr Alter zur Risikogruppe gehören. Und da ich in meinem Urlaub nicht wegfahren konnte, habe ich mich gemeldet und wurde mit offenen Armen empfangen.
Was gab es zu tun?
Es ging darum, 30.000 Tüten mit Lebensmitteln für Hilfsbedürftige in ganz Hamburg zu packen. Wir haben uns im Lager in Jenfeld getroffen und dort gepackt. Alles unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durch die Tafel, mit Handschuhen und Mundschutz. Die Tüten wurden dann abgeholt und an die einzelnen Ausgabestellen verteilt. Wir waren zu Beginn etwa zwölf Freiwillige. Dann gab es einen Aufruf in der Presse, der viel Nachhall fand – nach ein paar Tagen waren wir dann fast 50 Helfer.
Was hat dich motiviert, durchzuhalten?
Vor Ort war immer eine tolle Stimmung, weil alle an einem Strang zogen. Und auch zu wissen, dass durch unsere Arbeit die Hilfsbedürftigen in Hamburg weiterhin ihre Lebensmittel bekommen, macht einfach ein gutes Gefühl. Am Ende jeden Tages bin ich zwar kaputt, aber auch sehr beseelt nach Hause gegangen.
Kannst du dir vorstellen, da noch mal mitzuarbeiten?
Ja, ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dort wieder anzuklopfen, wenn ich frei habe.
