Die baden-württembergische Landesregierung investiert eine weitere Million Euro, um Wohnraum in Kulturdenkmalen zu schaffen. Das Geld aus dem Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“ kommt 19 Projekten zugute, wie die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi (CDU), am Mittwoch mitteilte.
Der größte Teil der Summe, 685.000 Euro, fließt in drei sogenannte Leuchtturmprojekte. In Aach im Hegau entstehen beispielsweise sechs Wohnungen in einer alten Stallscheune. In Zimmern ob Rottweil wird ein historischer Hof in zwei Wohneinheiten aufgeteilt. In Kusterdingen-Wankheim werden in einer Scheune aus dem 18. Jahrhundert zwei Wohnungen eingerichtet.
Mit weiteren 315.000 Euro finanziert das Land 16 Konzeptgutscheine. Diese Gutscheine im Wert von bis zu 20.000 Euro helfen Eigentümern, die Umnutzung ihrer Denkmale zu Wohnzwecken erst zu planen. Sie können damit zum Beispiel Machbarkeitsstudien oder Schadensanalysen beauftragen.
Das Programm sei sehr beliebt, erklärte Razavi. Für die aktuelle Förderrunde seien 38 Anträge eingegangen, die zur Verfügung stehenden Mittel seien nun ausgeschöpft. Das Programm verbinde Denkmalschutz mit der Schaffung von Wohnraum und sei „nachhaltig im besten Sinne“.
Das Sonderprogramm wurde im Jahr 2022 eingeführt. Seitdem wurden Fördermittel in Höhe von 2,64 Millionen Euro bewilligt. (2967/19.11.2025)