Düsseldorfer K21 präsentiert Julie Mehretu

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt im Düsseldorfer K21 das Werk der äthiopisch-amerikanischen Künstlerin Julie Mehretu. Unter der Überschrift „Kairos/Hauntological Variations“ sind von Samstag an bis 12. Oktober unter anderem Zeichnungen und großformatige Gemälde der 1970 in Addis Abeba geborenen Künstlerin zu sehen, wie das K21 ankündigte. Der Titel der Schau spielt auf den altgriechischen Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung beziehungsweise auf die Gottheit Kairos an. Den Begriff der Hauntologie schuf der französische Philosoph Jaques Derrida für „ideologische Gespenster der Vergangenheit“.

Mehretu, die als Kind mit ihrer Familie aus der Militärdiktatur von Mengistu Haile Mariam in die USA floh, studierte Freie Kunst in Michigan, in Dakar im Senegal und an der Rhode Island School of Design. Seit Ende der 1990er Jahre lebt und arbeitet Mehretu in New York City und hat einen Wohnsitz in Berlin.

In ihren Werken setzt sich Mehretu künstlerisch mit Krisen, Umbrüchen und Konflikten der Geschichte auseinander, wie die Ausstellungsmacher erklärten. Mit vielen Farblagen schaffe sie Bilder aus Schichten, fragmentierten Topografien und Stadtlandschaften. In ihren späteren Arbeiten lehne sie sich an Medienbilder an, die den Aufstieg von Autoritarismus, weiße Vorherrschaft, Bürgerkriegen, ethnische Konflikte oder Klimaveränderungen dokumentierten.

Mehretus Werke werden international gezeigt. Sie nahm an den Biennalen von Venedig, São Paolo, Busan, Syney und Gwanju sowie an der documenta 13 teil. Nach Ausstellungen im Kunstverein Hannover 2007 und im Deutschen Guggenheim in Berlin2009 folgt als weitere Einzelausstellung die diesjährige Schau im K21.

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