1.120 Menschen gerettet - die DLRG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Gleich zwei Rekorde konnte der Schwimmrettungsverband aufstellen. Gleichzeitig stieg aber auch die Zahl der tödlichen Badeunfälle wieder.
1.120 Menschenleben hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr retten können. Der Großteil der Rettungen erfolgte mit 870 im Wasser, in 62 Fällen sogar unter lebensgefährlichem Einsatz der Retterinnen und Retter, wie die DLRG am Donnerstag bei ihrer Jahrespressekonferenz in Potsdam mitteilte.
Hingegen sind nach DLRG-Angaben 2023 mindestens 378 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken. Das seien 23 Menschen mehr als im Vorjahr. Wie schon 2022 sei der Großteil der Ertrunkenen (79 Prozent) männlich gewesen, rund 80 Prozent der Vorfälle seien in nicht überwachten Binnengewässern wie Flüssen und Seen passiert. Die Zahl der tödlichen Badeunfälle hatte die DLRG bereits im Februar veröffentlicht.
Dessen ungeachtet zog DLRG-Präsidentin Ute Vogt für den Verband, der im vergangenen Jahr 110 Jahr alt geworden ist, eine positive Bilanz. Zum einen sei die Marke von bundesweit über 600.000 Mitgliedern erreicht worden. Zum anderen habe die DLRG einen Rekord von fast 95.000 Schwimmabzeichen erreicht, davon über die Hälfte (rund 56.000) Schwimmerabzeichen für Frühschwimmer, das "Seepferdchen". Die Schwimmausbildung liege damit wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.
Gemeinsam mit Maltesern, Johannitern, dem Deutschen Feuerwehrbund sowie dem Arbeiter-Samariter-Bund hat die DLRG zudem am Donnerstag aus Anlass des 75. Jahrestags des Grundgesetzes eine Erklärung für eine offene und demokratische Gesellschaft veröffentlicht. "Wir wollen jeder Form von Ausgrenzung und Diskriminierung entschieden entgegentreten", betonte Vogt. Die DLRG sehe sich zwar als parteipolitisch unabhängigen Verband, sei aber "ganz eindeutig parteiisch für die Demokratie".