Über Judenhass in Subkulturen und Bewegungen mit einem progressiven, emanzipatorischen Selbstbild reden am 5. März in Augsburg die Herausgeber des Sammelbands „Judenhass Underground“. Die beiden Gäste Nicholas Potter und Stefan Lauer sind Journalisten und bei der Amadeu Antonio Stiftung aktiv, teilte das Jüdische Museum Augsburg Schwaben mit. Der Sammelband erschien 2023 und beleuchtet antisemitische Tendenzen in verschiedenen Subkulturen, von der Klimabewegung über die Queere Community bis hin zur Clubszene.
Niemand wolle Antisemit sein, so die Mitteilung weiter. Judenhass gehe aber auch „underground“ - ob Rapper gegen Rothschilds, DJs for Palestine oder Punks Against Apartheid. BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen), die Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat, versuche, nahezu jedes Anliegen zu kapern und finde dabei auch in alternativen Szenen Gehör. Altbekannte judenfeindliche Mythen tauchten in alternativer Form bei Demos, Festivals und auf Social Media auf. Viele Jüdinnen und Juden fragten sich, wo ihr Platz in solchen Szenen sein soll.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Soho Stage in Augsburg und ist Teil des Kooperationsformats „DenkRaum“ des Friedensbüros der Stadt, der Volkshochschule Augsburg, des Evangelischen Forums Annahof, des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben und von Plan A des Staatstheaters Augsburg. (00/0536/16.02.2024)