Viele Familien warten laut Diakonie Katastrophenhilfe in den türkischen und syrischen Erdbebengebieten nach wie vor auf Hilfe. In der Türkei habe mehr als zwei Wochen nach der Katastrophe im Durchschnitt jede sechste Ortschaft noch gar keine Hilfe erhalten, erklärte das evangelische Hilfswerk unter Berufung auf eine Umfrage der türkischen Partnerorganisation Hayata Destek (Support to Life - STL). „Viele Menschen sind verzweifelt und auch wütend“, erklärte Programmkoordinatorin Bilge Menekse. Vor allem abgelegene Orte seien oft schwer zu erreichen.
Zudem hätten in den vergangenen Tagen weitere Erdbeben die Region erschüttert und weitere Opfer gefordert. „Viele Menschen harren in Zelten oder unter Planen vor ihren zerstörten oder beschädigten Häusern aus. Sie fühlen, dass es ständig beben würde und haben pure Angst“, beschrieb Menekse, die derzeit vor Ort ist, die Lage.
In Syrien sei die Versorgungslage wegen des beschränkten Zugangs besonders schwierig.
