“Der Graf”: In meinem Leben wendet sich oft Negatives zu Positivem

Mit "Geboren um zu leben" landete die Band "Unheilig" 2010 einen Riesenhit. Nun ist der Sänger "Der Graf" zurück. Er erzählt über sein Comeback und dankt seiner Mutter, die ihn immer aufgebaut habe.

Bernd Heinrich Graf (55), bekannt als Sänger "Der Graf" der Gruppe "Unheilig", wirft nichts so leicht um. In seinem Leben sei es bisher immer so gewesen, dass das Negative zu etwas Positivem geführt habe, sagte der Künstler der Illustrierten "Bunte" und offenbarte: "Wenn ich nicht gestottert hätte, wäre ich wahrscheinlich nie Musiker geworden."

Wer als Kind in der Schule gestottert habe, galt als dumm, erinnert sich Graf. Dagegen habe er sich ständig wehren müssen. "Meine Mama war aber immer für mich da. Ich konnte ihr alles erzählen. Sie hat auch immer die richtigen Worte gefunden und hat mich aufgefangen." So habe seine Mutter ihn stets ermutigt, dass er das alles genauso hinkriege wie die anderen auch. Mithilfe kleiner Zettelchen in seiner Schultasche habe sie ihn aufgebaut. Darauf habe etwa gestanden: "Du kannst das!", "Du schaffst das!" oder "Gib nicht auf!". Das habe ihm geholfen, so der Sänger.

Ursache für sein Comeback nach einer zehnjährigen Auszeit sei letztlich ein schlechter Gesundheitszustand gewesen, berichtete Graf. Bei der kardiologischen Vorsorge Anfang 2025 habe der Arzt bei ihm einen zu hohen Blutdruck festgestellt. Trotz Medikamenten seien die Werte nicht runtergegangen. Inzwischen habe er seine Lebensweise samt Ernährung geändert. Mit seinem Manager habe sich der Sänger darauf verständigt, wieder "etwas machen" zu wollen - und neue Regeln festgelegt. "Ich mache viele Dinge nicht mehr selbst, damit ich diesen Druck nicht mehr habe. So kann ich mich voll auf meine Musik konzentrieren."

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