Historiker Christopher Clark erhält Ludwig-Börne-Preis

Der britische Historiker und Autor Christopher Clark erhält den Ludwig-Börne-Preis 2026. Die Wahl habe der vom Vorstand der Ludwig-Börne-Stiftung gewählte Preisrichter Reinhard Müller, Ressortleiter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für Zeitgeschehen, entschieden, teilte die Ludwig-Börne-Stiftung in Frankfurt am Main am Donnerstag mit. Der nach dem Publizisten Ludwig Börne (1786-1837) benannte und mit 20.000 Euro dotierte Preis für herausragende Essays, Kritik und Reportagen wird am 10. Mai in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

„Christopher Clark ist ein mitreißender Erzähler von Geschichte, der uns unbefangen erklärt, wie wir wurden, was wir sind und was aus uns werden kann“, begründete Müller laut Mitteilung die Wahl. „Clark hat einem breiten Publikum neue Perspektiven auf das Taumeln in einen Weltkrieg und auf die europäischen Revolutionen eröffnet.“

Der Ludwig-Börne-Preis wurde erstmals 1993 vergeben. Er erinnert an den Frankfurter Schriftsteller und Journalisten, der wegen seiner scharfzüngigen Prosa als einer der Erfinder des Feuilletons gilt. Preisträger waren unter anderen Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, der Philosoph Peter Sloterdijk, der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und der Schriftsteller Daniel Kehlmann. Im vergangenen Jahr erhielt der deutsch-israelische Historiker Dan Diner den Preis.

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