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Chefin der Kindernothilfe warnt vor Folgen des Klimawandels

Die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, Katrin Weidemann, hat die Bedeutung des Kampfs gegen die Auswirkungen von Klimakrisen betont. „Klimawandel verletzt die Rechte von Kindern ganz stark“, sagte sie in einem von der rheinischen Kirche veröffentlichten Video zum Weltkindertag (20. September). Durch Überschwemmungen oder Dürreperioden verlören viele Familien die Lebensgrundlage. Das zwinge wiederum Kinder in die Arbeit, betonte Weidemann. „Das ist eine massive Kinderrechtsverletzung – ausgelöst durch Klimawandel.“

„Eine andere Kinderrechtsverletzung ist die Gesundheitsgefährdung für Kinder“, unterstrich die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. Wenn ihr Zuhause überflutet werde, steige die Gefahr von Krankheiten wie Malaria. Durch Überflutungen verlören Kinder aber auch ihr Zuhause. „Ich war in Bangladesch und habe mit Familien gesprochen, die zum Teil zum vierten Mal in einer Generation umziehen mussten, weil ihr Zuhause, ihre Felder, ihr Dorf überflutet werden“, berichtete sie. Für Kinder bedeute das dann keine Schule, kein sicheres Zuhause und keine medizinische Versorgung.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, sagte in dem Video, dass zur Bekämpfung der Klimakrise die Menschen ihre gesamte Lebensweise ändern müssten: „Wie wir uns bewegen, ernähren, einkaufen, arbeiten.“ Der Mensch habe sich lange Zeit in einer Sonderstellung bei der Schöpfung gesehen. Vielmehr müsse es die Aufgabe als Menschen sein, dass Tiere und Umwelt „von uns eine Befreiung“ erfahren.

Es sei zudem wichtig, auch Hoffnung zu vermitteln, betonte der leitende Theologe der zweitgrößten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Es dürfe nicht immer nur über Untergangsszenarien und Probleme geredet werden, sondern es müsse auch um „Hoffnungsgeschichten“ gehen, etwa Projekte, wie von der Kindernothilfe, die etwas anstießen und veränderten.