Bürger sollen bei Verwaltungsangelegenheiten entlastet werden

Eine neue Kooperation soll Bürger von unnötigem Papierkram befreien. Der Plan: Daten zwischen Behörden weitergeben, statt Bürger sie jedes Mal einschicken zu lassen. Auch Überlegungen zum Datenschutz wurden angestellt.

Damit Bürgerinnen und Bürger künftig ihre Daten und Nachweise nur ein einziges Mal vorlegen müssen, wenn sie ihre Verwaltungsleistungen abwickeln, haben die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesverwaltungsamt eine neue Kooperation unterzeichnet. Wie die Arbeitsagentur am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, soll damit der Datenaustausch modernisiert werden. Daten und Nachweise könnten dann auch von anderen Behörden mitgenutzt werden und müssten nicht erneut eingereicht werden, heißt es. Datenschutz habe dabei oberste Priorität.

Durch die Kooperation sollten Aufwände reduziert und die Chancen der Automatisierung genutzt werden, sagte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Arbeitsagentur. "Künftig wollen wir die Daten laufen lassen, nicht die Menschen", so die Politikerin. Aktuell müssten Daten und Nachweise oft noch bei jeder Behörde neu erfasst werden.

Verwaltungsleistungen sind Dienstleistungen, die Behörden für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen anbieten. Dazu gehören zum Beispiel Anträge auf Elterngeld und Geburtsurkunden.

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