Rund 150 in der Klima-Allianz zusammengeschlossene Organisationen haben zur Europawahl am 9. Juni vor einem Rechtsruck und Rückschritten in der EU-Klimapolitik gewarnt. Nationalistische und rechtsextreme Tendenzen bedrohten nicht nur die Demokratie, sondern auch die Lebensgrundlagen, sagte die Vorständin der Klima-Allianz, Christiane Averbeck, am Freitag in Berlin bei der Vorstellung ihrer Forderungen an die deutschen Kandidaten des EU-Parlaments.
Im Mittelpunkt steht dabei der Appell an die künftigen Parlamentarier, sich für eine konsequente Weiterführung und sozial gerechte Umsetzung des sogenannten „European Green Deal“ einzusetzen. Das Konzept der EU-Kommission verfolgt das Ziel, bis 2050 in der Europäischen Union die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode wurden laut Europäischem Parlament 96 der insgesamt 705 EU-Abgeordneten von deutschen Parteien ins Parlament entsandt (13,6 Prozent).
