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Bündnis fordert klimafreundlichen Einsatz von Sondervermögen

Nach dem wissenschaftlichen Klimabeirat der Landesregierung haben in Brandenburg auch die Umweltverbände einen klimafreundlichen Einsatz der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes gefordert. Die drei Milliarden Euro für das Bundesland böten eine „enorme Chance“, den eigenen Klimaplan ernst zu nehmen und beim Umbau hin zu Klimaneutralität und Klimaanpassung voranzugehen, erklärte das Klimabündnis aus BUND, Nabu sowie weiteren Verbänden und Initiativen am Freitag in Potsdam.

Deutschland drohe Experten zufolge bis 2050 eine Erwärmung um bis zu drei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, betonte das Klimabündnis. Damit gingen gravierende Folgen für Natur, Gesundheit und Wirtschaft einher. Es dürfe deshalb kein Euro mehr in Strukturen fließen, die neue Emissionen schaffen oder fossile Abhängigkeiten verlängern. Stattdessen seien mutige Investitionen in Moor- und Wasserschutz, erneuerbare Wärme, nachhaltige Mobilität sowie klimaresiliente Städte und Dörfer erforderlich.

BUND-Referentin Joyce-Ann Syhre betonte, die Milliarden aus dem Sondervermögen müssten zielgerichtet und zukunftsfähig eingesetzt werden und nicht für Symbolpolitik und technische Prestigeprojekte mit hohem Wartungsaufwand und neuen Umweltkosten. Der Nabu-Landesvorsitzende Björn Ellner forderte, die Mittel müssten auch in den Moorschutz, die Stabilisierung des Wasserhaushalts und die Grundwasserneubildung investiert werden. Der Klimabeirat hatte die Landesregierung am Mittwoch aufgefordert, die Mittel konsequent als Hebel für die Umsetzung des Klimaplans zu nutzen.