Bündnis erinnert an Neonazi-Opfer Frank Böttcher

Das Bündnis gegen Rechts lädt am Sonntag in Magdeburg zu einer Gedenkveranstaltung für den vor 29 Jahren von einem Neonazi getöteten Frank Böttcher ein. „Mit gerade einmal 17 Jahren riss man ihn aus dem Leben, weil er als Punk nicht in das rechtsextreme Weltbild des gleichaltrigen Täters passte“, erklärte das Bündnis am Donnerstag in Magdeburg.

Die Stadt sei damals ein Schwerpunkt rechter Gewalt gewesen. Heute seien in Magdeburg insbesondere Migranten „von Rassismus und Menschenhass“ bedroht, sagte Bündnis-Sprecher Pascal Begrich. Dabei gehe die Gewalt seiner Einschätzung nach wieder „zunehmend von jungen Menschen aus“.

Nachdem der 1998 eingeweihte Gedenkstein an der Straßenbahnhaltestelle „Klinikum Olvenstedt“ wiederholt beschädigt und entwendet worden war, hatte das Bündnis im Oktober einen neuen Gedenkstein am Ort des tödlichen Angriffs gegen den jugendlichen Punker eingeweiht.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung am Sonntagnachmittag lädt die Jugendinitiative Yuna zu einem Spaziergang durch Olvenstedt ein. Besucht werden Orte rechter Gewalt aus den sogenannten „Baseballschlägerjahren“ und von heute.

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