Brock gibt Vorstandsamt bei Stiftung Liebenau ab

Der langjährige Vorstand der Stiftung Liebenau, Michael H. F. Brock (62), gibt seine Leitungsverantwortung aus gesundheitlichen Gründen zum 30. April 2024 ab. Die Kraft reiche nicht mehr aus, "um die Verantwortung, die das Amt mit sich bringt, weiterhin so zu tragen, wie ich es die letzten Jahre gemacht habe – mit absoluter Leidenschaft und uneingeschränktem Engagement", sagte Brock am Donnerstag in Meckenbeuren. Bis auf Weiteres leiten ab 1. Mai die beiden verbleibenden Vorstände Berthold Broll und Markus Nachbaur die Stiftung.

Die Stiftung Liebenau ist ein Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen mit 8.000 Mitarbeitern an rund 110 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Bulgarien. 2022 erzielte die Stiftung Erlöse in Höhe von 489 Millionen Euro.

Der Aufsichtsvorsitzende Joachim Senn würdigte Brock für herausragende Arbeit. Brock sei es mit Weitsicht, Kompromissbereitschaft und Hartnäckigkeit gelungen, die Stiftung in teils sehr herausfordernden Zeiten erfolgreich zu führen.

Brock war seit 2011 Vorstand. Zuvor hatte es einen mehrjährigen Rechtsstreit zwischen der Diözese einerseits sowie dem Land Baden-Württemberg und der Stiftung um die Frage gegeben, ob die Einrichtung unter kirchlicher Aufsicht steht. Die Stiftung wollte sich als bürgerliche Stiftung konstituieren und von der Kirche lösen. Im Hintergrund standen die Fragen, wer über die Mittelverwendung entscheidet, und ob die Liebenau an die kirchliche Tarifstruktur gebunden ist.

Der damalige Bischof Gebhard Fürst hatte Brock für das Amt bei der Liebenau vorgeschlagen und betont, Brocks Berufung zeige, dass Diözese und Stiftung nach langjährigen Spannungen wieder auf einem gemeinsamen und konstruktiven Weg seien.

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