Bremer Friedenspreis für Traumatherapie und Kriegsdienstverweigerung

Die Friedensaktivistin Maria Biedrawa erhält Ende Mai den Internationalen Bremer Friedenspreis 2024 der Stiftung „Die Schwelle“. Die insgesamt mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der Österreicherin zusammen mit einem weiteren Preisträger, der hessischen Organisation Connection e.V., am 31. Mai im Bremer Rathaus überreicht, wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte.

Die Sozialpädagogin und Logotherapeutin Biedrawa helfe Betroffenen von gewaltsamen Konflikten mit Traumabegleitung, biete Ausbildungen zur Gewaltfreiheit an und fördere interreligiöse Begegnungen, teilte die Stiftung mit. Sie engagiere sich seit 20 Jahren ehrenamtlich und mit hohem persönlichem Einsatz. Dafür werde sie in der Kategorie „Wegweisende Friedensarbeit“ ausgezeichnet.

Das Preisgeld wird in zwei gleichen Teilen übergeben. Ebenfalls 5.000 Euro gehen an die Organisation Connection e.V. mit Sitz in Offenbach am Main. Der Verein engagiert sich den Angaben zufolge in mehreren Ländern für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und unterstützt Desertion. Dafür bekommt er den „Preis für ermutigende Initiativen“.

Die Bremer Stiftung „Die Schwelle“ ehrt seit 2003 alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Initiativen, die Vorbild sind im Einsatz für Versöhnung, Menschenrechte, Überwindung von Rassismus und soziale Gerechtigkeit. Auch der nachhaltige Umgang mit Natur und Umwelt sowie interkulturelle und interreligiöse Verständigung sind der Organisation zentrale Anliegen.

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