Breit-Keßler und Betz sprechen bei Vernetzungstreffen für Frauen

Stärkere Netzwerke für Frauen knüpfen: Das ist das Ziel der Veranstaltung „Church goes pink“ am Freitag (8. November) in der evangelischen Christuskirche München-Neuhausen. Als Impulsgeberinnen haben die frühere Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Diakonie-Vorstandssprecherin Andrea Betz und Ulrike Witten, Professorin am Lehrstuhl für Evangelische Religionspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zugesagt. „Die Vernetzung von Frauen steckt noch immer in den Anfängen“, sagte Dekanin Claudia Häfner auf Anfrage des Evangelischen Pressediensts (epd). Ziel des Abends sei neben dem Austausch auch, mehr Frauen zu ermutigen, sich um Leitungspositionen innerhalb der Kirche zu bewerben.

Gerade für junge Frauen sei es wichtig, Vorbilder zu finden, erklärte Dekanin Häfner mit Blick auf die prominenten Gäste. Frauen in Führungspositionen wiederum hätten die Verantwortung, „Strukturen zu schaffen, damit mehr Frauen in Leitungsämter kommen“. Mentoringprogramme und frühzeitige Perspektivgespräche seien dafür denkbare Instrumente. Häfner lädt gemeinsam mit der Landshuter Dekanin Nina Lubomierski zu dem Treffen ein.

Zuletzt hatte es in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) eine größere Debatte über das Fehlen von Frauen in Führungspositionen gegeben. Entzündet hatte sich die Diskussion an der Besetzung der Bayreuther Regionalbischofsstelle. Amtsinhaberin Dorothea Greiner ist Ende Oktober in Ruhestand gegangen. Der Berufungsausschuss der Landessynode hatte den Posten an den Nürnberger Dekan Jonas Schiller vergeben; der sagte jedoch aus privaten Gründen wieder ab. Aktuell sind von elf Plätzen im Landeskirchenrat, einem der vier Leitungsgremien der ELKB, nur noch zwei mit Frauen besetzt. (00/3334/06.11.2024)

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