Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte brandenburgische Denkmalpflegepreis 2024 ist am Donnerstag an sechs Preisträger verliehen worden. Wie das Kulturministerium in Potsdam mitteilte, wurden bei einer Feier drei, mit jeweils 4.000 Euro dotierte Hauptpreise vergeben. Gewürdigt wurden die denkmalgerechte Sanierung der evangelischen Dorfkirche Gollwitz bei Brandenburg an der Havel, des Schrotholzhauses in Lieske bei Senftenberg sowie die Wiederherstellung des zerstörten Brauhauses in Himmelpfort im Norden des Bundeslandes.
Drei Anerkennungen in Höhe von je 2.000 Euro wurden für die denkmalgerechte Instandsetzung eines gotischen Bauwerks in Brandenburg an der Havel und eines bäuerlichen Gehöfts in Legde in der Prignitz sowie für das langjährige Engagement von zwei ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern aus Altlandsberg und Berlin vergeben.
Kulturministerin Manja Schüle (SPD) erklärte, Denkmäler und archäologische Funde seien „ein kostbares Erbe, weil sie wie eine Zeitkapsel den Zeitgeist einer Epoche und Gesellschaft einfangen“ und damit auch einen Teil der Brandenburger Identität. „Sie machen Geschichte anschaulich, wo keine lebendigen Stimmen mehr davon erzählen können“, betonte Schüle. Der Erhalt vieler Denkmäler sei das Verdienst zahlreicher Freiwilliger, Vereine und Förderkreise.
Der Denkmalpflegepreis wird den Angaben zufolge seit 1992 verliehen, um das herausragende Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Kommunen für den Erhalt von Denkmälern zu würdigen. Seitdem seien mehr als 170 Projekte und Personen ausgezeichnet worden, hieß es.