Brandenburg: Fast jeder zweite Schwangere nutzt Bluttest zu Trisomie

Immer mehr Schwangere machen einen Bluttest, um zu prüfen, ob das Baby vielleicht eine Behinderung wie das Down-Syndrom haben könnte. In Brandenburg stieg die Zahl von 2023 auf 2024 deutlich an, zeigen Daten der Barmer.

Fast jede zweite Schwangere (46 Prozent) in Brandenburg ließ im vergangenen Jahr einen vorgeburtlichen Bluttest auf Trisomien durchführen. 2023 waren es nur 34,5 Prozent. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Abrechnungsdaten-Analyse der Barmer-Krankenkasse hervor. Der Pränataltest untersucht das Erbgut des ungeborenen Kindes auf die Trisomien 13, 18 und 21, welche die körperliche und geistige Entwicklung in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen. Die häufigste Trisomie ist das Down-Syndrom.

Seit Juli 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für den nicht invasiven Test. Er gehört jedoch nicht zu den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft. Laut Barmer nutzen ältere Schwangere den Test häufiger. In Brandenburg ließen 2024 unter den schwangeren Frauen ab 36 Jahren 66 Prozent einen solchen Test durchführen. "Trisomien sind in jedem Alter selten. Die Häufigkeit nimmt jedoch mit dem Alter zu", erläuterte die Krankenkasse.

👋 Unser Social Media