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Bischof Ackermann: Ostern ist “Weckruf” im Glaubensschwund

Viele Menschen beklagen laut dem Trierer Bischof, dass das, was ihnen im Glauben vertraut war, massiv im Schwinden begriffen sei. “Sie haben das Gefühl, dass ihnen damit ein Stück ihres eigenen Lebens genommen wird.”

Als Weckruf sieht der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Osterbotschaft an. Von der im November 2023 vorgestellten Kirchenmitgliedschaftsstudie könne man den Eindruck gewinnen, “dass ein kontinuierliches Absterben des Glaubens und der Religiosität in unserem Land irgendwie vorbestimmt und unumkehrbar ist”, sagte Ackermann in seiner Predigt am Ostersonntag laut Manuskript.

Viele Menschen beklagten zudem, dass das, was ihnen im Glauben wichtig und vertraut war, massiv im Schwinden begriffen sei. “Sie haben das Gefühl, dass ihnen damit ein Stück ihres eigenen Lebens genommen wird. Wo früher Leben und Aktivität war, finden sich immer mehr Leerstellen”, so der Bischof. Es sei nicht zu leugnen, dass sich immer deutlicher zeige, wie “löchrig” die Glaubensgemeinschaft insgesamt und vielleicht auch der eigene Glaube werde.

Ein zwangsläufiges Verschwinden des Glaubens anzunehmen, hieße jedoch, der “Kraft des österlichen Lebens nicht zu trauen”, sagte Ackermann. Man dürfe nicht meinen, “die Kraft der Auferstehung sei nur so stark, wie wir selbst stark sind im Glauben und in unserer Glaubwürdigkeit”, betonte der Trierer Bischof. Wer so denke, bringe Ostern um seine Kraft.