Der Verband der Lehrkräfte an beruflichen Schulen (VLB) fordert in einer Mitteilung am Donnerstag mehr Tempo bei der gleichen Besoldung für Fachlehrkräfte. Im Herbst vergangenen Jahres kündigten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der damalige Bildungsminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an, dass zukünftig alle bayerischen Lehrkräfte nach A13 besoldet werden sollen. Während bei den Lehrkräften an Grund- und Mittelschulen die stufenweise Umsetzung bereits begonnen habe, blieben Fachlehrkräfte an beruflichen Schulen momentan noch außen vor.
Neben einer Anhebung der Besoldung um jeweils eine Entgeltgruppe für Fachlehrkräfte forderte der VLB auch verbesserte Aufstiegschancen sowie eine Absenkung der Unterrichtspflichtzeit, die bislang deutlich höher liege als bei den Lehrkräften im höheren Dienst. „Angesichts des aktuellen Lehrermangels ist es von entscheidender Bedeutung, die Rahmenbedingungen für Fachlehrkräfte zu verbessern, um weiterhin genügend hochqualifizierte Pädagogen im Rahmen der Fachlehrerausbildung zu gewinnen“, sagte der Landesvorsitzende des VLB, Pankraz Männlein. Nur so könne der qualitativ hochwertige Unterricht sichergestellt werden.
Das System der beruflichen Schulen in Bayern reicht von Berufsschulen über Angebote zur Berufsvorbereitung, Berufsfachschulen, Wirtschaftsschulen, Fach- und Berufsoberschulen bis hin zu Fachschulen und Fachakademien. Insgesamt werden dort über 400.000 Schülerinnen und Schüler von rund 33.000 Lehrkräften unterrichtet. (00/1529/16.05.2024)