„Baumeister der Natur“: Umweltverband startet Biberschutz-Projekt

Der Naturschutzbund (NABU) in Niedersachsen startet ein Projekt zum Biberschutz. Ein Ziel sei der Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Menschen, die sich ehren- oder hauptamtlich für den Biber und die Entwicklung seines Lebensraumes engagieren wollten, teilte der Umweltverband am Freitag in Hannover mit. Unterstützt vom NABU, sollen Interessierte und Aktive vernetzt und durch Online-Formate und Netzwerktreffen in ihrer gemeinsamen Arbeit gestärkt werden. Auch der Dialog mit Akteuren aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gewässerunterhaltung ist Teil des Vorhabens.

Ausgerottet in der Mitte des 19. Jahrhunderts, sind Biber heute in Deutschland wieder heimisch. In Niedersachsen leben nach Schätzungen einige hundert Tiere an Bächen, Flüssen und Seen.

Dem NABU zufolge ist der Biber ein „echter Baumeister der Natur“. Durch ihre Dammbauten, Fäll- und Grabaktivitäten leisteten Biber einen wichtigen Beitrag zur dringend notwendigen Renaturierung von Gewässerlandschaften. Gewähre man ihnen Gestaltungsspielraum, könnten sie naturnahe Auen schaffen, die wertvollen Lebensraum für vielfältige Arten böten und für die Versorgung mit Trink- und Grundwasser sowie als Pufferzonen bei Hochwasserereignissen unverzichtbar seien.

Damit diese Entwicklung gelinge, brauche es nicht nur geeignete Lebensräume, sondern auch Wissen, Verständnis und einen gemeinschaftlichen Ansatz. „Mit dem Biber gewinnen wir einen starken Verbündeten für lebendige Gewässerlandschaften - wir müssen ihm nur den nötigen Raum geben“, sagte NABU-Projektleiterin Anja Baigger. Hier setze das Vorhaben „Biberschutz für Niedersachsen“ an. Es ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

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