Das Museum Kurhaus Kleve widmet dem Zeichner, Grafiker, Bildhauer und Objektkünstler Barry Le Va (1941-2021) eine Ausstellung. Die ab Sonntag zu sehende Schau mit dem Titel „Barry Le Va: In a State of Flux“ sei die erste Retrospektive nach dem Tod des US-Amerikaners, teilte das Museum mit. Le Va gelte als Erneuerer der Skulptur in der Kunst nach den 1960er Jahren.
Die Ausstellung zeigt nach Museumsangaben, wie der Künstler die Geschlossenheit der skulpturalen Form aufbrach und das Prinzip der Veränderung und Instabilität in sein Werk integrierte. Bereits 1966 begann Le Va mit der Schaffung von sogenannten „Scatter Pieces“, wie etwa eine Vielzahl in den Boden gehauener Fleischerbeile oder auch gestapelte Glasplatten unterschiedlicher Größe auf dem Boden. Diese Arbeiten haben laut Museum viele andere Künstler wie etwa Richard Serra (1938-2024) beeinflusst.
Die Schau gebe einen Überblick über das Schaffen des Künstlers von den 1960er Jahren bis zu den letzten Werkgruppen, hieß es. Die Radikalität dieser Arbeiten liege darin, dass die Materialien lose auf dem Boden verteilt werden - sie würden geworfen, gelegt, gestapelt, gesiebt, erklärten die Ausstellungsmacher.
Die Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachtenden sei für Barry Le Va von großer Relevanz gewesen, hieß es weiter. Wie Tatorte forderten seine Installationen die Betrachter heraus, nach Hinweisen zu suchen, um die Abfolge von Handlungen oder das ihnen zugrundeliegende Konzept zu rekonstruieren. Dieser Herangehensweise liege Le Vas Begeisterung für das Genre des Kriminalromans zugrunde, vor allem die Krimis mit Sherlock Holmes. Die Ausstellung ist bis 22. Juni zu sehen.