Wie tönt es zwischen Stängeln und Halmen? Und warum wird diese Naturmusik immer leiser? Antworten auf solche Fragen bietet eine neue Schau in Bayerisch-Schwaben. Sie verspricht, den Blick der Besucher zu schrumpfen.
Dem leiser werdenden Klang der Wiesen spürt eine neue Ausstellung im bayerisch-schwäbischen Maihingen nach. Das dortige Museum Kulturland Ries zeigt vom 15. März bis 10. Mai die Schau "Land.schafft.Klang". Die Präsentation widmet sich laut Ankündigung vom Mittwoch in zehn Themeninseln und einem Klangzelt der akustischen Vielfalt von Wiesen und Weiden - und geht außerdem der Frage nach, warum diese Kulturlandschaften hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten immer leiser geworden sind.
"Knapp drei Meter hohe Bambuskonstruktionen und die comichafte Darstellung von Tierlauten lassen den Blick der Besucherinnen und Besucher auf Grashalm-Ebene schrumpfen", verspricht das Museum. "Und dann heißt es: Ohren auf und lauschen! Es locken Wiesensymphonien, Töne aus der Tiefe, aber auch Totenstille."
Tierische Geräusche, vielfältige Ökosysteme und artenreiche Wiesen haben den Angaben zufolge in der Ausstellung ebenso ihren Platz wie Aspekte zu Agrarlandschaft und Artenverlust. Auch den menschlichen Einfluss auf die Weiten aus Gras und Blumen thematisiere die Schau. Dabei würden wissenschaftliche Erkenntnisse der Ökoakustik mit Klangkunst verbunden, die die Rufe verschwundener Tierarten aufgreife und so erfahrbar mache, wie menschliches Handeln die Landschaft verändere.