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Ausstellung fragt: Ist Kaiserin Kunigunde ein Vorbild für Frauen?

Eine mittelalterliche Kaiserin im Fokus von sieben Künstlerinnen: Eine Ausstellung in Paderborn befasst sich mit Kunigunde. Dabei geht es um Macht, Verantwortung und Frauenrollen.

Die mittelalterliche Kaiserin Kunigunde als Vorbild für Frauen heute? Mit diesem Thema befasst sich vom 29. März bis 31. Mai eine Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn, wie dieses am Donnerstag mitteilte. Die Schau entsteht in Zusammenarbeit mit dem Paderborner Kollektiv StudioEINZ, dessen sieben Akteurinnen sich in den Bereichen Textil-, Mode- und Möbeldesign, Grafik, Fotografie und Collage-Kunst künstlerisch und gestalterisch engagieren.

“Influenced by Kunigunde – StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin” ist den Angaben zufolge die zweite Ausstellung der neuen experimentellen Reihe CONNECT#, bei der das Diözesanmuseum gemeinsam mit anderen Akteuren gesellschaftlich relevante Themen aufgreift.

Die Geschichte von Kunigunde ist laut Museum eng mit Paderborn verbunden. Hier sei die spätere Kaiserin im Jahr 1002 zur Königin gekrönt worden. Und hier habe das Herrscherpaar Heinrich II. und Kunigunde eine imposante Residenz gehabt. Zwei einzigartige Reliquienbüsten der beiden gehörten zu den Schätzen des Diözesanmuseums.

Kunigundes Leben zeige, wie Frauen im Mittelalter zwischen Macht, Verantwortung und gesellschaftlichen Erwartungen agierten. Sie sei nicht nur eine historische Person, sondern auch eine Figur, auf die immer wieder neue Bilder und Ideen von Weiblichkeit gelegt worden seien. Das Team von StudioEINZ frage danach, ob sie heute als Identifikationsfigur taugt. Die Künstlerinnen griffen ihre Geschichte mit Installationen, Collagen, Inszenierungen, 3D-Drucken, Graffitis, Objekten und künstlerisch-kreativen Projekten auf.