Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf präsentiert ab Dienstag die Ausstellung „Düsseldorf 1945. Überleben in der Stadt“. Die Schau nehme Biografien von Verfolgten wie Tätern in den Blick und frage nach ihren Erfahrungen, teilte die Mahn- und Gedenkstätte mit. Die Schau ist bis zum 28. September im historischen Luftschutzkeller des Gebäudes zu sehen, welches damals von der Gestapo für Verhöre, Folterungen und als Haftort genutzt wurde. Die Sonderausstellung findet aus Anlass des Kriegsendes vor 80 Jahren statt.
„Während amerikanische Truppen das Linksrheinische befreien und den 'Ruhrkessel' um Düsseldorf enger ziehen, terrorisieren und verfolgen die verbliebenen regimetreuen Vertreter von Partei, Wehrmacht und Polizei die Menschen in der Stadt“, hieß es. Die Schau spüre Menschen nach, die in der damaligen Zeit Entscheidungen fällen mussten, oder solche, die abwarteten oder wieder andere, die schlicht auf ihr eigenes Überleben hofften. Die Ausstellungsmacher nehmen den Angaben zufolge allerdings auch die damaligen Täter in den Blick. Menschen, die ideologisch verblendet noch in den allerletzten letzten Tagen des „Dritten Reiches“ andere denunziert, gequält oder getötet hätten.