Die Stadt Augsburg hält für die Jüdische Kulturwoche künftig 10.000 Euro an Haushaltsmitteln bereit. Sichtbarkeit und kulturelle Ausdrucksformen seien „die Voraussetzung für Toleranz und gelingendes Miteinander“, sagte Kulturreferent Jürgen Enninger laut Pressemitteilung vom Freitag. Das Jüdische Museum leiste mit seiner Kulturwoche dazu einen wesentlichen Beitrag. Mit der jährlichen Förderung werde die Sichtbarkeit jüdischen Lebens nun dauerhaft im städtischen Kulturleben verankert.
Museumsdirektorin Carmen Reichert nannte den Beschluss „ein wichtiges Zeichen in Zeiten, in denen Antisemitismus wieder salonfähig zu werden scheint“. Das Judentum sei „eine lebenszugewandte Kultur“. Es sei den Veranstaltern wichtig, nicht nur historische Inhalte, sondern bei Führungen, Workshops oder Konzerten auch lebendige Kultur zu vermitteln.
Die Jüdische Kulturwoche wird den Angaben zufolge seit 2023 vom Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg organisiert. Zahlreiche Projektpartner wie die Gesellschaft für Christliche und Jüdische Zusammenarbeit oder die Deutsch-Israelische Gesellschaft beteiligten sich daran. Die nächste Jüdische Kulturwoche findet vom 25. Mai bis 1. Juni 2025 statt. (00/3807/29.12.2024)