Amtsinhaber Abinader gewinnt Wahlen in Dominikanischer Republik

Im Wahlkampf hatten Themen wie Migration, innere Sicherheit und die Wirtschaftslage die Debatte bestimmt. Der Sieger legt besonderen Wert darauf, die Grenze zu Haiti abzusichern.

Präsident Luis Abinader hat die Präsidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik gewonnen. Wie die Zeitung "Listin Diario" in der Nacht zu Montag berichtete, entfielen nach rund zwei Drittel der ausgezählten Stimmen etwa 58 Prozent auf den Amtsinhaber, der damit die Karibiknation weitere vier Jahre regieren wird. Ex-Präsident Leonel Fernandez kam auf 27,5 Prozent und gratulierte Abinader zum Wahlsieg. Der Drittplatzierte Abel Martinez holte knapp 10,8 Prozent.

Im Wahlkampf hatte Abinader vor allem mit der Aussage gepunktet, die Grenze zum Nachbarland Haiti, das von einer innenpolitischen Krise und einem Bandenkrieg erschüttert wird, abzuriegeln. Unter anderem soll ein Grenzzaun illegale Migration verhindern. Mehr als 180.000 Haitianer wurden im vergangenen Jahr laut örtlichen Medienberichten in ihre Heimat abgeschoben. Seinen Landsleuten versprach Abinader: "Wir werden keine Flüchtlingslager akzeptieren, die Abschiebungen gehen weiter."

Abinader konnte auch auf eine vergleichsweise gute wirtschaftliche Entwicklung verweisen: Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) bezifferte das Wirtschaftswachstum auf 3,3 Prozent im Jahr 2023 und sagt für das aktuelle Jahr ein Wachstum von 4,1 Prozent voraus.

Die Regierung in Santo Domingo hofft, dass eine in Aussicht gestellte internationale UN-Mission im Nachbarland Haiti so schnell wie möglich beginnt. Derzeit sind US-amerikanische Militärs dabei, ein Lager aufzubauen, in das dann von Kenia angeführte Sicherheitskräfte einziehen könnten.

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