Rauchen verursacht Milliardenkosten im Gesundheitssystem. Durch höhere Tabaksteuern wollen Politiker Gesundheitsleistungen finanzieren. Auch die Ärzte sind dafür.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält eine höhere Tabaksteuer aus gesundheitspolitischer Sicht für "richtig und notwendig". Rauchen sei "weiterhin eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post" (Samstag). "Internationale Erfahrungen und Daten aus der Public-Health-Forschung zeigen, dass höhere Preise den Tabakkonsum wirksam senken - insbesondere bei jungen Menschen." Sie wirkten vorbeugend, erhöhten die Einstiegshürde für Jugendliche und motivierten zum Ausstieg.
Steuern auf gesundheitsschädliche Genussmittel hätten dabei eine doppelte Wirkung, fügte Reinhardt hinzu. "Sie eröffnen finanzielle Spielräume für Gesundheitsversorgung und Prävention und leisten zugleich einen messbaren Beitrag zur Reduzierung des Konsums." Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck und weitere Politiker der schwarz-roten Koalition hatten zuvor eine Erhöhung der Tabaksteuer gefordert.