„Ärzte ohne Grenzen“ hat zur Vermeidung weiterer Todesfälle zu sofortigem Handeln gegen den Hunger im Sudan aufgerufen. Die Mangelernährung von Kindern nehme immer weiter zu, erklärte die Hilfsorganisation. In der Region Nord-Darfur gebe es Ortschaften, in denen 35 Prozent der Kinder im Dezember mangelernährt waren. Sieben Prozent drohten demnach zu verhungern.
Ein eskalierter Machtkampf zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz 2023 hat im Sudan zur derzeit gravierendsten humanitären Krise weltweit geführt. Besonders schlimm ist die Lage in der westlichen Darfur-Region, in der bereits von 2003 bis 2005 nach UN-Angaben etwa 200.000 bei einem Genozid getötet wurden, die meisten von ihnen Angehörige der nicht-arabischen Bevölkerungsgruppen.
