Der Osterglaube kann nach den Worten des Aachener Bischofs Helmut Dieser die Welt und das Leben der Menschen verändern. „Schauen wir auf die Stellen, wo bei uns Untergangsängste und Ratlosigkeit, echte Bedrohungen, Erfahrungen von Scheitern, Tod und Verderben liegen, und lassen wir die Botschaft dort hineindringen“, sagte Dieser am Samstagabend in der Osternachtsfeier im Aachener Dom. „Dann kommen der Ernstfall des Lebens und der Ernstfall des Glaubens ineinander, dann verändert uns das Osterfest gerade heute, unser Leben wird größer, und unser Glaube weckt in uns die Kräfte des Widerstands und des aufrechten Gangs.“
Der katholische Theologe verwies auf die aktuellen Krisen, die für Menschen quer durch die Gesellschaft aufwühlend, verunsichernd und belastend seien. Als Beispiele nannte er Krieg und Terror, einen schwindenden demokratischen Zusammenhalt, die Klimaveränderungen und aggressive Propaganda in sozialen Medien. Angesichts dessen könne man sich sagen lassen, „dass die Osterbotschaft jeder Realität standhält und sie in sich aufnimmt und verändert“, sagte der Aachener Bischof laut Redetext. Jesus von Nazareth sei wirklich der Sohn Gottes, der „in unsere Abgründe und menschlichen Katastrophen“ hinabgestiegen sei und Macht habe über alle Vernichtungskräfte und den Tod.