Antisemitismus in Deutschland nimmt laut Charlotte Knobloch besorgniserregende Ausmaße an. Für sie kann von Normalität keine Rede mehr sein – schon bei kleinen Dingen im Alltag.
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sieht ein besorgniserregendes Ausmaß des Judenhasses in Deutschland. “Oft tragen wir die Kippa nicht mehr öffentlich und oft bestellen wir unsere Pizza unter einem anderen Namen”, sagte Knobloch der in Würzburg erscheinenden katholischen Wochenzeitung “Die Tagespost” (Donnerstag). Sie verstehe die Warnungen jüdischer Gemeinden, sich nicht als Juden zu erkennen zu geben: “Auch wenn es natürlich ein furchtbarer Zustand ist, sich nicht mehr öffentlich zu seinem Glauben bekennen zu können. Aber wir sind wieder soweit.”